Montag, 11. August

Erst vor wenigen Stunden sind wir vom Meute-Konzert am Citybeach Dresden nach Hause gefahren. Trotzdem heißt es bereits halb sieben: Aufstehen, anziehen, Koffer ins Auto hieven. Dieses Mal reisen wir wirklich mit schwerem Gepäck, denn wir haben alles so gepackt, dass wir genug Klamotten im Handgepäck haben – falls unser Koffer abhanden kommen würde.

Eine Stunde nach dem Weckerklingeln fahren wir los. Unser Flug startet erst nachmittags, aber vom Flughafen München. Wir haben das so gebucht, um nicht nochmal umsteigen zu müssen – auch wenn wir dadurch über vier Stunden Anreisezeit haben. Zum Glück rollt der Verkehr problemlos und wir hören in Ruhe das Hörbuch Views von Marc-Uwe Kling. Erst auf der A93 stehen wir kurz im Stau, danach geht es stockend weiter. Kein Problem für uns, wir haben genug Puffer eingeplant.

Um 12:30 Uhr fahren wir ins Parkhaus direkt am Terminal. Dort haben wir online schon einige Wochen im Voraus gebucht, brauchen aber doch eine gewisse Zeit, um einen freien Parkplatz zu ergattern. Der Flughafen ist sehr groß und wir brauchen fast eine Viertelstunde bis zum Koffer-Self-Checkin. Der Außenbereich ist sehr großzügig und modern gestaltet. Für hungrige Wartende gibt’s eine Currywurstbude, ein BBQ-Restaurant in Flugzeugform und ein bayrisches Brauhaus.

Übrigens:

Als wir gerade das Terminal für den Check-In erreichen, stelle ich fest, dass ich meine Brotbüchse mit Proviant im Handschuhfach im Auto vergessen habe. Bei sommerlichen Temperaturen möchte ich sie ungern zwei Wochen dort lassen. Also nochmal zurück, etwa anderthalb Kilometer Fußweg pro Strecke… 😭

Unser Check-In verläuft unkompliziert. Auf der Suche nach einem Restaurant im Duty-Free-Bereich werden wir beim asiatischen „Seafood“ fündig und essen eine deftige Portion Nudeln. Danach läuft alles wie am Schnürchen: Die Maschine kommt aus Ibiza zurück (sie ist morgens schon einmal dorthin geflogen) und landet pünktlich. Kurz darauf beginnt unser Boarding und wir heben genau im Zeitplan von Startbahn 08 rechts ab. Man sieht im Flugzeug sofort, dass Ibiza viele Partygäste anlockt, so wie einige junge und nicht mehr ganz so junge Leute sich stylen und kleiden 👒😎.

Der Pilot berichtet uns live, dass wir gerade über Erding fliegen und in Kürze die Alpen erreichen. Uns bietet sich ein echt cooler Ausblick über die Berge und Täler bei Innsbruck. Danach geht’s weiter über Mailand und Marseille, bis das Mittelmeer unter uns glitzert. Der erste Offizier (Copilot) irritiert die Passagiere kurz vor der Landung mit einer Durchsage, dass wir in Kürze auf Mallorca landen würden 😄. Zum Glück entscheidet er sich aber doch für den Flughafen Ibiza, wo wir um 17:35 Uhr aufsetzen. Um zum Gepäckband zu gelangen, muss man etwas verwinkelt durch eine Schiebetür und zwei Treppen nach unten. Nach 20 Minuten nehmen wir unseren Koffer entgegen, dessen Griff wir mit markantem, bunten Geschenkband umwickelt haben, um ihn besser wiederzufinden.

Um in der Sommerhitze nicht zu schmelzen, wechseln meine Freundin und ich unsere langen Hosen und Pullover gegen Sandalen und Sonnenhut. Anschließend geht’s nach draußen an die schwülwarme Luft und wir reihen uns in der Taxischlange ein. Die Abfertigung ist gut organisiert: So nehmen wir trotz zahlreichen anderen Wartenden nach kurzer Zeit Platz in einem klimatisierten, bequemen Fahrzeug, das uns in etwa 20 Minuten bis zum Fährhafen bringt. Für uns geht die Reise nämlich noch weiter, und zwar auf die kleinste Balearen-Insel Formentera. Dort existiert kein Flughafen, sodass die Anreise stets übers Wasser erfolgt.

Das Schicksal meint es heute richtig gut mit uns: Wir ergattern direkt Tickets für die nächste Fähre, steigen an Bord der „Balearía Nixe“ und legen eine Viertelstunde später ab. Vom Oberdeck des Schiffes bietet sich ein grandioser Ausblick über Eivissa-Stadt, die Hauptstadt von Ibiza mit einer alten Festung und der umgebenden Berglandschaft. Alle fünf Minuten können wir ein neues Flugzeug im Endanflug beobachten.

Als wir den Hafenbereich verlassen, dreht der Kapitän die Motoren voll auf und sorgt für ordentlich viel Fahrtwind. Unsere Fahrt führt in Richtung Südwesten. Aus der Ferne sieht man die unbewohnte Insel S’Espardell und daneben die Privatinsel S’Espalmador, vor deren Küste zahlreiche Boote ankern.

Als wir gegen 19:40 Uhr im schicken und belebten Hafen von La Savina anlegen, ist es immer noch richtig warm. Bereits am Taxistand bemerken wir, dass Formentera weit weniger von Touristen überlaufen ist als Ibiza: nur ein halbes Dutzend „Coches“ warten auf ihre Kunden. Eine kurze Fahrt später betreten wir das Hostal Es Pi und können um acht unser Zimmer beziehen. Dieses ist auf 20 Grad klimatisiert – viel zu kalt 🥶! Also erstmal zum Balkon hin lüften mit Ausblick über Palmen und Felder; na ja, und in den Hinterhof des Nachbarn und seiner Frau, die scheinbar Motorroller vermieten.

Als erstes Abendessen verspeisen wir den restlichen Tagesproviant auf unserem Balkon. Dabei sehen wir den Sonnenuntergang in der Ferne goldrot hinter hohen Bäumen glitzern 🌳🌅… So einen reibungslosen Start in den Urlaub hatte ich wirklich selten!

Dienstag, 12. August

Wie es sich für einen guten Urlaubsstart gehört, bleiben wir bis zum späten Vormittag im Bett und bequemen uns erst gegen halb elf in den sonnigen, klimatisierten Gastraum zum Frühstück. Ein Hoch auf die spanischen Essenszeiten: Spätaufsteher müssen keine Angst haben zu verhungern. Es gibt mehrere Sorten Müsli, frisches Obst (schmeckt viel besser als in Deutschland!), Toast und Brötchen, dazu Wurst und Käse, Honig und Nutella sowie frischen Saft und Kaffee/Cappuccino 😋.

Unser kleines Fresskoma – in Kombination mit der Mittagshitze – führt uns direkt wieder ins Hotelzimmer, wo wir bis nachmittags chillen und unsere Spanisch-Kenntnisse mit Duolingo aufbessern.

Ibiza Global TV – Party-Hits für Stubenhocker

Um zu testen, ob wir schon ein paar Wortfetzen der Landessprache verstehen, schalten wir den Fernseher ein und inspizieren die lokalen Kanäle. Ergebnis: Ohne Untertitel keine Chance 😉. Dafür entdecken wir eine Art spanisches SuperRTL für Kids, sowie den Sender Ibiza Global TV, wo abgedrehte DJs auflegen und gelegentlich von einer jungen Chica anmoderiert werden.

Ein unterhaltsames Programm für schüchterne Menschen oder solche, die sich keine Club-Eintrittskarte bei David Guetta leisten können.

Keine dreihundert Meter vom Hotel entfernt befindet sich der Supermercardo Ca Mari: Ein kleiner Laden mit gutem Sortiment an Getränken inkl. Wein und Bier, wo wir Käse und Wurst, Snacks sowie ein bisschen frisches Obst und Gemüse kaufen. Im Vergleich zu einer deutschen Großstadt ist alles recht teuer, weil die meisten Lebensmittel importiert werden müssen. Mein Spezial-Tipp: Fünf Liter Wasser im Kanister kosten weniger als 2 Euro und können später in eigene Flaschen umgefüllt werden. Denn das Leitungswasser ist zwar nicht gesundheitsschädigend, aber es schmeckt furchtbar.

Nach einem kleinen Nachmittagssnack raffen wir uns gegen 17 Uhr endlich auf und schlendern etwa fünfhundert Meter bis zum Strand Platja de Migjorn, vorbei am großen Insotel mit seinen zahlreichen Strandliegen. Der helle Sand ist durchsetzt mit trockenem Gehölz und Seetang; Vorsicht ist vor scharfkantigen Steinen geboten. Insgesamt ist die Umgebung gut besucht, aber es findet sich noch ein schönes Plätzchen für zwei Personen mit Sonnenschirm. Die kleinen Sandkörner haben die Sonnenwärme der letzten Stunden gespeichert und ein angenehmer Wind macht die 31 Grad im Schatten erträglich.

Im Mittelmeer ist es warm wie in einer Badewanne. Und ordentlich salzig, was man spätestens bemerkt, wenn man versehentlich etwas Wasser beim Schwimmen verschluckt 🙈 Familien mit Kindern planschen und spielen Volleyball vor einer malerischen Kulisse: Ein moderner Dünenweg mit hellen Holzplanken und Stricken als Geländer schlängelt sich hunderte Meter an der Küste entlang. Den Hintergrund bildet wilder Bewuchs aus Palmen und knorrigen Bäumen, zur Linken erstrecken sich die westlichen Ausläufer Formenteras bis zum Cap de Barbaria.

Meine Freundin und ich schwimmen zu einer großen Ansammlung von getrocknetem Seegras, das sogenannte Neptungras, welches die Küste vor Erosion schützt. Hier ist das Wasser glasklar, sodass man gut die Felsen am Boden sieht – bei denen man jedoch aufpassen muss im flachen Wasser, denn sie sind uneben und die Kraft der Wellen ist nicht zu unterschätzen!

Ab 19:30 Uhr wird es merklich leerer am Strand. Die Sonne sinkt gen Horizont und wir können unsere Sonnenbrillen abnehmen (ideal für Fotomotive, auf denen auch mal die Augen zu sehen sind 😆). Kurz darauf sichern wir uns Sitzplätze im South Formentera Beach Restaurant & Lounge, welches direkt am Strand liegt. Aus unerfindlichen Gründen sind wir um halb neun die einzigen Gäste. Der Kellner, welcher kaum Englisch spricht, erklärt mir auf Spanisch, dass es eine schwierig Saison sei (so weit ich verstehe 🤪)…

Glück für uns, denn so haben wir mehr vom stilvollen Ambiente mit gemütlichen Stühlen, meerblauen Gläsern und maritim designten Tellern. Unser Fischgericht ist delikat und für die Lage sehr günstig (28 Euro für eine Portion, die für 2 Personen aufgeteilt wurde). Wir schauen in den dämmrigen Abendhimmel, vor dem ein Palmwedel in der lauen Brise hin und her schwenkt. Eine perfekte Szenerie für jeden Reisekatalog!

Auf dem gemütlichen Verdauungsspaziergang zum Hostal ist der Weg nur teilweise beleuchtet, sodass wir über uns den herrlich glitzernden Sternenhimmel sehen… 🌠

Mittwoch, 13. August

Mitten in der Nacht wache ich auf und stelle fest, dass ich an mehreren Stellen von einem fiesen Moskito gestochen wurde 🦟… Heute geht’s zeitiger zum Frühstück, es gibt Müsli mit Haferflocken und gemischten Trockenfrüchten 🤩. Beim anschließenden Chillen werden wir von der Reiningungskraft unterbrochen und kurz auf den Balkon geschickt, während das Zimmer gereinigt wird. Es dauert ein paar Minuten, bis ich mich akklimatisiere mit der Mittagshitze 🥵…

Am frühen Nachmittag gehen wir zum Strand und schauen uns nach einem neuen gemütlichen Plätzchen um. Je weiter links wir uns halten, desto felsiger wird es, also kehren wir schnell um und laufen wieder zu unserem Stammplatz vom Vortag. Zwischendurch begrüßt uns ein kleiner, struppiger Hund, dem es bei seinem Herrchen augenscheinlich zu langweilig ist und der sich dankbar von uns kraulen lässt 🐶.

Die Hitze ist etwas stärker als gestern und erreicht gegen Nachmittag ihren Höhepunkt. So verbringen wir viel Zeit im Wasser und begeben uns auf eine schwimmende Erkundungstour: Erst beobachten wir andere Leute – Familien mit Kindern, junge Pärchen, viele mit sonnengebräunten Körpern – und später die vielfältige Felslandschaft. Vorsicht, falls ihr selbst mal dort seid: Versucht möglichst nicht mit den Knien an die Steinkanten im flachen Wasser zu stoßen, sonst aua…

Anschließend machen wir eine ausführliche Chill-Beach-Session mit Lesen und Dösen unterm Sonnenschirm, bis der Abend prachtvoll herein bricht. Ein kurzer Spaziergang führt uns über die hübsche Promenade mit zahlreichen Privatzugängen zum Strand. Wir machen einen Abstecher zum kleinen Supermercardo und kaufen ein Schnorchelset, um ab morgen unter Wasser mehr zu sehen. Außerdem füllen wir unsere Essensvorräte auf und nehmen unser heutiges Abendbrot im Zimmer ein, während eine DJane mit hippem Look auf Ibiza Global TV ihre Platten auflegt 🎧.

Donnerstag, 14. August

Zeit für einen Ausflug! Aber nicht den ganzen Tag, sondern erst wenn die Temperaturen erträglicher werden. Zunächst gibt’s Frühstück mit Vollkornmüsli, Joghurt, Honig und Nutella sowie selbst gemischtem Zitronenwasser. Anschließend chillen wir bis zum frühen Nachmittag im klimatisierten Zimmer und versuchen, unser „Fresskoma“ zu überwinden (Strategie: dösen und ChatGPT mit Fragen über Formentera und Ibiza löchern 😆).

Schließlich packen wir unsere Strandsachen zusammen und laufen hinüber zum Auto- und Zweiradverleih Ca Mari, wo wir zwei E-Bikes mieten (30€ pro Person und Tag – nicht günstig, aber üblich). Zuerst fahren wir über staubige kleine Nebenstraßen; es ist sehr warm und wir sind froh über die Motor-Unterstützung bei der holprigen Tour über Stock und Stein. Nach circa 20 Minuten Fahrt erreichen wir den Badeort Es Caló, wo wir mit Bedauern feststellen, dass wir den Schlüssel zu unserem Fahrradschloss verloren haben 😱…

Mangels sinnvoller Alternativen und Fahrrad-Zubehör-Läden entscheiden wir uns, die E-Bikes bis zur Küste hinunter zu tragen. Dort erwarten uns schroffe Felsen, auf denen man besser die Sandalen anbehält. Die Sache hat jedoch ein Vorteil, denn nur wenige Touristen verirren sich hierher, wo der Einstieg ins Wasser scharfkantig ist und man höllisch auf Seeigel aufpassen muss! Dafür werden wir mit einer perfekten Aussicht auf kristallklares, türkisfarbenes Wasser belohnt, durch das man klare Sicht bis auf den Grund hat. Wenige hundert Meter von der Küstenlinie ankern Boote und weiter östlich erstrecken sich steile Felsen mit üppigem Bewuchs.

Um nicht von der Sonne geröstet zu werden, improvisieren wir und halten den Sonnenschirm mit einer Hand fest (im felsigen Gestein hätten wir keine Chance, ihn zu befestigen). Leider verhält sich der Schirm wie ein Segel und will ständig davon fliegen, sodass meine Armmuskeln ganz ohne Hanteltraining gefordert werden. Ab und zu kommen junge Leute an uns vorbei, wagen sich über das Meeresplateau bis ins tiefe Wasser oder kuscheln am Strand (vielleicht inspiriert von uns beiden 😉).

Nach gut zwei Stunden packen wir unser Zeug zusammen und radeln wenige hundert Meter nach Westen, bis wir einen feinen Sandstrand erreichen. Auch dort ragen rutschige Felsen am Einstieg empor, aber etwas weiter draußen wartet eine Sandbank auf Badegäste mit perfekter Sicht auf den Grund. Das flache Wasser ist herrlich warm und kleine bunte Fische schwimmen uns flink um die Knöchel 🐠🐟. Hier ist viel mehr los als bei der Seeigel-Bucht: Familien mit Kindern, ältere Menschen und junge Paare planschen um die Wette. Etwas weiter draußen ankern Segelboote und jemand düst mit einem Jetski umher, dass es nur so knattert.

Die Zeit vergeht wie im Fluge, sodass unsere Haut an den Fingern langsam schrumplig wird. Tatsächlich bemerken wir nach über einer Stunde im warmen Mittelmeer, dass uns etwas kühl wird, und beschließen eine kleine Zwischenmahlzeit einzulegen. Anschließend treten wir die kurze Rückfahrt an, dieses Mal entlang der Hauptstraße bis Ca Mari, wo es weniger steinig ist. Bei Rückgabe der E-Bikes entrichten wir eine kleine Gebühr von 10 € wegen des verlorenen Fahrradschloss-Schlüssels 💸…

Der Hotelpool liegt mittlerweile im tiefen Schatten. Wir duschen uns fix ab und ziehen ein paar Bahnen, um diesen Punkt auf unserer Urlaubs-Checkliste ebenfalls abzuhaken. Kein Vergleich zum Mittelmeer, aber immerhin klebt die Haut hinterher nicht voller Salz und kleiner Holzstückchen 😅. Frisch geduscht geht’s danach in Richtung Strand, auf der Suche nach einem leckeren Restaurant. Das 190 Pasos überzeugt uns auf Anhieb: Tomaten-Burrata (italienischen Frischkäse mit einem Kern aus Sahne und Mozzarella-Stückchen – mega leckere Entdeckung 😋), Gyozas mit Ochsenbäckchen und lecker angerichteter Fisch lassen den Abend grandios kulinarisch ausklingen.

Freitag, 15. August

Gute Planung ist die halbe Miete und im Hotelzimmer ist es schön kühl zum Recherchieren: Wir wollen unseren Ibiza-Tag am nächsten Mittwoch vorbereiten. Die Auswahl an Wasseraktivitäten ist ebenso riesig wie die Anzahl der Veranstalter: SUP, Kayak, Glasbodenboote, privates Segelboot, Katamaran… Im Hinblick auf Budget (unter 100€ pro Person) und Uhrzeit (nichts vor 13 Uhr – hey, wir haben Urlaub und schlafen aus 😉) entscheiden wir uns für Parasailing an Ibizas Nordostküste – zumindest meine Freundin Carmen, denn ich habe Höhenangst 🙈.

Gesagt, getan, gebucht. Außerdem stoßen wir auf eine Bootsfahrt in den Sonnenuntergang mit Live-Musik ab Sant Antonio. Die Zeit vergeht und eh wir uns versehen, ist es 17 Uhr: Zeit zum Strand zu gehen, jetzt wo es nicht mehr so heiß ist. Wir probieren direkt das neu gekaufte Schnorchelset mit Taucherbrille aus: Keine Chance, die Sonnenbrille drunter auf zu lassen (ich habe -7 Dioptrien und keine Kontaktlinsen). So muss ich wohl oder übel ohne Sehhilfe untertauchen, aber im wenige Zentimeter flachen Wasser sieht man trotzdem viele Details: Pflanzenbewachsene Steine und schroffe Felsen, dazwischen kleine bunte Fische und vereinzelt Seegras-Felder, die tiefschwarz wirken.

Später chillen und lesen wir, während die Sonne gen Horizont zieht und den Himmel in goldgelbe Südseefarben taucht 🌅. Abendessen gibt’s heute auf der Hotelterrasse neben dem Pool, aus der Ferne dringt Partymusik an unsere Ohren (Freitagnacht wird wohl auch auf Formentera gefeiert) 😄.

Samstag, 16. August

  • Unser Plan für heute: den Norden Formenteras erkunden
  • Busfahrt nach Sant Francesc (moderner großer Bus, voll klimatisiert, nur 3,20€ pro Person und Fahrt)
  • Schatten gesucht, durch die kleinen Straßen der Inselhauptstadt geschlendert, vorbei an Souvenirläden und Cafés bis zur schneeweißen Kirche „Església de Sant Francesc Xavier de Formentera“
  • drinnen standen Ventilatoren und es roch muffig; viele Jesus- und Maria-Figuren aus Holz und Keramik, vergoldetes hohes Konstrukt an der vorderen Wand, geziert von einem Jesus mit Kreuz in der Hand
  • nach kurzer Abkühlung zum „Mama Carmen“ gegangen, wo die Speisekarte recht freizügige Gerichte offenbart (Tinder Burger, MILF Burger, 69 etc.) – gute Lage und grüne Pflanzen drumherum
  • auch wenn Sant Francesc fußläufig in 15 Minuten zu durchqueren ist, schaffen wir es den Taxistand zu verfehlen, bis uns eine Verkäuferin hilft
  • wir fahren so nah es geht zum Platja de ses Illetes – der Taxifahrer ist sehr gesprächig und erklärt, dass nur im Sommer Touristen da sind (im Winter tote Hose) – unser Weg führt an den Salinen vorbei (daher auch der Name des Strandes), wo die weiße Salzkruste in der Sonne schimmert
  • am Samstagnachmittag ist viel los an den Stränden; wir bleiben in der zweiten Reihe an der Ostküste und schauen nach links auf die unbewohnte Insel S’Espardell, nach rechts auf die schroffe Steilküste im Südosten Formenteras
  • Aufstieg zu einem kleinen Steinfelsen mit perfektem 360-Grad-Ausblick über die zwei Halbinseln, in deren Mitte sich die Salinen befinden; wenige hundert Meter vor uns endet Formentera und etwa 150m weiter beginnt die Privatinsel S’Espalmador
    -Strand bevölkert von Touristen aller Nationen und jeden Alters: Familien mit Kindern, junge Pärchen und einige ältere Reisegruppen (u. a. drei Schweizer Ende Fünfzig, deren Gespräche wir eigentlich gar nicht unbedingt hören wollen – die sich aber unmittelbar neben uns platzieren und wenig später am Strand einarmige Liegestütze machen und sich ziemlich toll dabei finden 🙈
    -überhaupt erweist sich das Klischee der Insta-Models als durchaus real: Zahlreiche gebräunte, tätowierte und gestylte Gestalten beiderlei Geschlechts stehen stundenlang im seichten Wasser und machen Selfies, während sie reichlich übertrieben ihre Muskeln bzw. Kurven und Glitzerwäsche zur öffentlichen Schau stellen 🤣
  • wir haben bald genug gesehen und schwimmen ein Stück aufs türkisblaue Meer hinaus: nur hundert Meter vor der Küste ankern dutzende Yachten und kleinere Boote, um uns herum planschen, tauchen und schnorcheln die Touris
  • gegen 19:30 Uhr packen wir unsere Sachen zusammen und spazieren auf der Promenade in Richtung Bushaltestelle: Eigentlich wollen wir am Strand was essen, doch die Beach Bars machen alle schon zwischen 19 und 20 Uhr zu
  • große Ansammlung wartender Tagestouristen am Bus Stop, Bus hat Verspätung, doch wir schauen begeistert in den Sonnenuntergang an der Küste, wo einst ein Boot gekentert ist und noch heute dort liegt
  • Steigen aus in La Savina und gehen zum Restaurant Aigua: wunderschönes Ambiente direkt am Hafen; bestellen Nudeln und Pizza, aber werden ziemlich aufdringlich behandelt: Wasser wird uns ungefragt bis zum Rand des Glases eingegossen und die Flasche weggerissen, dann sprüht eine Kellnerin riesige Käseportionen über meine Pizza und den halben Tisch, später werden wir alle drei Minuten gefragt, ob alles recht sei und wann wir endlich fertig sind mit Essen (keine Empfehlung – der viele Käse verursacht Sodbrennen)
  • Rückfahrt mit dem Taxi, während noch etliche Touristen um halb zehn die Fähre nach Ibiza besteigen – angekommen im Hostal Es Pi die tropischste aller Nächte auf dem Balkon, nahezu windstill

Sonntag, 17. August

  • Hitze erreicht ihr bisheriges Maximum (bis zu 35°C)
    -bis nachmittags im kühlen Zimmer gewesen, gechillt und gelesen und geschlafen
  • Bus zum Leuchtturm „Far de la Mola“ genommen: Ganz im Südosten der Insel, auf dem Weg vorbei an Es Caló (mit traumhaftem karibikblauen Wasser), dem Insotel Club Maryland (schicker Pool und große Beachbar, aber eher für Massentourismus) und dann in engen Serpentinen durch Wald und Geröll auf über hundert Höhenmeter
  • außer dem Leuchtturm gibt es nur einen Souvenirladen und das Café „Codice Luna“ (mediterranes Bambusdach mit grünem Bewuchs) – leckerer Schokokuchen
  • wir stöbern nach Andenken und ich erstehe einen neuen Sonnenhut (die Hemden überzeugen mich nicht); doch wir verlieren die Uhrzeit aus dem Blick und der Bus fährt direkt vor unseren Nasen ab
  • Zeit genutzt, um zur Steilküste zu gehen: kräftiger warmer Wind, schroffe Felsen, zwischen denen Eidechsen krabbeln
    -mangels Infrastruktur oder Erlebnissen vor Ort nochmal ins Café gegangen und auf den nächsten Bus gewartet, dann ca. 5 min bis „El Pilar de la Mola“
  • dort ist mittwochs und sonntags immer Hippie-Markt: lokale Künstler und alternative Bewohner bieten ihre Waren an – Gemälde, Holz- und Keramikarbeiten mit Inselmotiven, Kleidung, Schmuck, Tassen und sogar Tattoos bzw. Haarflechtungen
  • ziemlich teuer (25€ für Bilder, 40€ für Hemden), dafür jeder Gegenstand einzigartig
  • in der Mitte des Marktes auf bunten Fliesen eine große Bühne, wo mehrere Künstler:innen mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Trommeln die Gäste unterhalten
  • nach 18:30 Uhr wird es immer voller, auch viele Familien kommen und stöbern, die Händler kennen sich alle untereinander
  • die vielen Eindrücke machen hungrig und wir schlendern zur Bar „Can Toni“, wo uns Google Lens dabei hilft, die katalanische Speisekarte in Echtzeit zu übersetzen
  • buntes Treiben in den Straßen, viele Touristen aus Italien und Frankreich; kleine Kinder wuseln umher, spielen Billiard oder halten ihre Eltern auf Trab
  • wir bestellen Sangria und Rotwein zu unserem Tomatenbrot sowie der Dorade mit Salat, während uns ein lauer Wind umweht und die Abenddämmerung einsetzt
  • ringsum gehen die Lichterketten der Restaurants und kleinen Läden an, wir warten vor der niedlichen weißen Dorfkirche auf den Bus und beobachten Teenager beim Chillen, sowie zwei junge Männer, die fleißig Knöllchen verteilen an alle Falschparker
  • Rückweg bietet nochmal spektakuläre Aussicht über den Nordosten Formenteras, wie ein Glitzermeer 🙃

Montag, 18. August

  • Chilltag! Besonders leckeres Frühstück mit Früchtemüsli, Toast, Schinken, Käse und Cappuccino
  • „Würfel-WG“ gespielt, ein Würfelspiel mit den Charakteren aus Marc-Uwe Klings „Känguru-Chroniken“
  • nicht viel Berichtenswertes bis kurz vor 18 Uhr, als wir doch endlich unsere Strandsachen zusammen packen und einen neuen, kürzeren Weg direkt am Meridium Hotel vorbei entdecken
  • Schnorcheln mit leicht undichter Brille verursacht Salzwasser in der Nase (bäh 🤨), aber die kleinen schwarzen Fische und Steine mit Algenbewuchs lohnen sich
  • Novum: Wolken über Formentera! Nachdem die Sonne dahinter verschwindet, wird es merklich kühler und wir treten den Rückweg an, vorbei am kleinen Supermarkt um unsere Vorräte aufzustocken
  • Abendessen im Dämmerlicht auf der Terrasse vor dem Pool, die Zikaden verstummen irgendwann

Dienstag, 19. August

  • Chilltag Nummer zwei in Folge!
  • Wetter für Sommerurlaub richtig „schlecht“: viel Wind und Wolken, fast etwas Regen
  • Gute Nachricht: Smartphone funktioniert wieder (war am Vortrag immer abgestürzt wegen Überhitzung)
  • Digitale Postkarten am Handy erstellt: unbezahlte Werbung für „Urlaubsgruss“, deren App wesentlich besser benutzbar ist als die vom Platzhirsch Cewe, wo nach zwei Stunden Arbeit alles futsch war 🤬
  • noch eine Runde Würfel-WG gespielt wie am Vortag (warum habe ich in diesem Urlaub so viel Glück und gewinne zweimal? 😉)
  • Nachmittags kommt die Sonne hervor und bald haben wir wieder 32 Grad im Schatten – ich gehe in den Lounge-Bereich und verfalle in Brainstorming für meine Roman-Idee mit dem Titel „Preisfrage“
  • Baden im Pool, bis uns der Hunger überkommt und wir auf unsrem Balkon Abendbrot essen (richtig gesund mit Salatmischung), während unten im Garten zwei niedliche Katzen streunen
  • Podcast im Bett gehört und dreckige Wäsche gewaschen – was halt auch mal sein muss; aber zur Krönung des Tages eine Bootsfahrt für Freitag gebucht, unser letzter großer Ausflug für diesen Urlaub

Mittwoch, 20. August

  • Klimaanlage hat es in sich: ohne schwitzt man sich zu Tode, mit erkältet man sich 🙄
  • nach dem Frühstück ein Taxi zum Fährhafen La Savina bestellt, aber wegen der Hochsaison hat es fast eine halbe Stunde Verspätung – gut, dass wir keine feste Fähre gebucht haben
  • Überfahrt nach Ibiza dieses Mal mit Trasmapi: Gepäckservice und Innenausstattung moderner als bei Balearia; auf der Fahrt schaukelt es ordentlich und Wolken ziehen auf
  • Alles dauert länger als erwartet, sodass wir erst um 14 Uhr in Santa Eulària eintreffen und im Cafe Lagum zu Mittag essen (Lachs, gemischten Reis und zwei leckere Mocktails mit Maracuja und Ananas)
  • Carmen will zum Parasailing, doch es ist zu windig und wird abgesagt 😕 so sitzen wir noch länger im Café und beobachten internationale Touristen, die optisch viele Klischees erfüllen 🤭
  • Spaziergang bei dreißig Grad im Schatten – ohne viel Schatten oder Wind – macht wenig Spaß; so fliehen wir in einen Bioladen und inspizieren die Öko-Produkte (sind aber sehr teuer und oft importiert, sogar aus Deutschland!)
  • kurz nach Souvenirs geschaut, aber alles teurer oder mit „Made in China“-Flair – nächstes Taxi genommen und zum anderen Ende der Insel gefahren: Sant Antoni an der Westküste
  • Stadtstrand hat sehr quirliges Flair und ist laut und eher schmutzig, was die Möwen nicht daran hindert, die Touristen zu umfliegen auf der Suche nach leckeren Häppchen
  • Gebadet und dabei den Rucksack gut im Auge behalten – aber der Strand ist nicht besonders dicht bevölkert und die meisten sind mit sich selbst beschäftigt
  • Wasser ist warm und flach, besonders für kleine Kinder gut geeignet, aber wegen der Nähe zum Hafen eher dreckig; in der Umgebung gibt es eine Mini-Achterbahn und eine Slingshot (verlinken)
  • kurz nach 19 Uhr zum Hafen gegangen zur Sunset-Bootsfahrt: Achtung, wenn man gute Plätze auf dem Oberdeck haben will, muss man schon eine halbe Stunde eher da sein!
  • Wir nehmen am Heck Platz, es gibt einen Willkommensdrink (iberischer Cava, das ist ein eher trockener Sekt mit Erdbeere drin, ein Saxofonist spielt für die Gäste
  • pünktlich 19:30 Uhr legen wir ab und fahren relativ zügig aus dem Hafen, entlang der Cala de Bou linkerhand und Cala Gracio zur Rechten (viele kleine und größere Boote sind um diese Zeit unterwegs)
  • Wir wechseln zunächst auf das Unterdeck, wo fast niemand ist und man trotzdem gute Außenaufnahmen machen kann; eine Fotografin verkauft uns für 7 Euro ein Foto von uns (der Erinnerungswert zählt mehr als die Materialkosten)
  • „die letzten werden die ersten sein“: es gibt Premium-Tapas und wir bekommen direkt die volle Auswahl 😋 (nur kleine Häppchen mit Lachs bzw. Käse, keine vollwertige Mahlzeit)
  • Ab 20:15 Uhr sinkt die Sonne spürbar, wir halten in einer schönen Bucht, an der dutzende Personen sitzen und das Schauspiel auf dem Meer verfolgen
  • Sonne leuchtet rotgolden und ist hinter einem fast durchsichtigen Wolkenfilm verborgen, sodass man sie problemlos mit bloßem Auge betrachten kann
  • kurz nach halb neun verschwindet der riesige Ballon bereits hinter weißen Wolken am Horizont; die Gäste und wir machen Selfies und das Boot dreht sich mehrmals im Kreis, um allen einen guten Ausblick zu gewähren
  • nach Sonnenuntergang wird es recht still, wir fahren zurück an der Küste entlang und ankern wenige Kilometer vor dem Hafen von Sant Antoni
  • Langsam gehen die ersten Lichter an der Küste an, einige SUP’s und Boote ziehen an uns vorbei und winken; der DJ bereitet sich auf den Party-Abend vor – zweiter Teil der Bootstour steht nämlich noch bevor
  • Bei Einbruch der Dunkelheit gehen Party-Lichter an und es wird ein bunter Mix aus Oldies und coolen Beats abgespielt, der Saxofonist ist wieder in seinem Element und dazu gesellen sich zwei Frauen, die das Publikum zum Tanzen animieren
  • Bald ist das halbe Schiff auf den Beinen – so finden wir auch (endlich) einen guten Platz auf dem Oberdeck und lassen uns von der romantischen Kulisse an der Küste verzaubern (ein bisschen wie Las Vegas im kleinen Maßstab 😊)
  • Leider hat alles irgendwann ein Ende und wir verlassen pünktlich um 22 Uhr wieder die Fähre, um direkt zum Taxistand zu eilen und zehn vor halb elf zurück am Hafen zu sein, wo die Fähre für die Rückfahrt nach Formentera wartet
  • Eco Ship von Balearia ist kleiner und transportiert nur Passagiere, keine Fahrzeuge: moderne Inneneinrichtung und nachhaltige Fortbewegung im Hafen (nur auf dem offenen Meer Dieselunterstützung)
  • etwas unruhige Fahrt mit vielen Wellen, dann ins Taxi und zurück zum Hostal Es Pi: halb zwölf zurück im Zimmer und sehr k.o. von den vielen Eindrücken und der tropischen Nacht

Donnerstag, 21. August

  • Im Südwesten nichts Neues: wir schlafen lange aus und verkriechen uns nach dem Frühstück im frisch gemachten Zimmer (also, noch frisch vom Vortag)
  • Würfel-WG gespielt und um die Nachmittagszeit ein Baguette und fünf Liter Wasser gekauft (die wahrscheinlich letzten Wasservorräte für diesen Urlaub)
  • verspätetes Mittagessen im Zimmer eingenommen, dann einen Anruf von einer Personalvermittlung bekommen (sollte man nicht machen, selbst wenn man auf Jobsuche ist – es lenkt vom Urlaubsfeeling ab)
  • erst nach 17 Uhr ein paar Strandsachen gepackt und an unseren Lieblingsstrand in Platja de Migjorn gegangen: frischer Wind, kräftige Wellen, schnorcheln schwierig, weil die Billig-Taucherbrille nicht dicht ist
  • Um einen Felsen geschwommen, dort war die Warnflagge gehisst – aus gutem Grund, denn das Wasser hat viel Kraft und wirft Badende mühelos um, was auf dem Steinboden wehtun kann
  • traumhaften Sonnenuntergang beobachtet hinter den Dünen, dann ins South Beach Restaurant gegangen, wo wir den Urlaub bereits begonnen haben (leckeres Beef, aber etwas trocken ohne Salatbeilage – der Thunfisch mit Avocado war besser)

Freitag, 22. August

  • heute steht unser letzter Ausflug auf dem Plan: Bootsfahrt entlang der Westküste Formenteras
  • nach dem Frühstück mit dem Bus nach La Savina, wo sich an der Hafenpromenade die Touristen häufen (vor allem Italiener:innen)
  • unser Boot von Sea Experience Ibiza legt zwanzig Minuten vor geplanter Abfahrt an und ist schon voller Menschen, wir sind die einzigen Zusteigenden (anscheinend kommen die anderen schon von Ibiza); dann fahren wir bereits nach fünf Minuten wieder ab
  • strahlender Sonnenschein, wir breiten unser Handtuch über der Schaumliege auf dem Oberdeck aus und verkriechen uns im Schatten
  • Getränke und kleine Snacks sind inklusive (außer Cocktails), so starten wir mit Cola und Sangria sowie einer Schüssel Chips, während der Katamaran auf dem offenen Meer beschleunigt und mein Hut vom Kopf fällt (zum Glück nicht über Bord)
  • erster Stopp in einer berühmten Bucht bei Punta Rasa: Der Legende nach sollten zwei Liebende sich dort treffen und küssen, um für immer zusammen zu bleiben
    • der romantische Moment mit „Love is in the Air“ aus den Lautsprechern bekommt eine absurde Wendung, als jede Menge Stand-Up-Paddler und kleine Boote unserem Käptn die Einfahrt in die Bucht versperren und sein Kollege die Störenfriede hupend und lautstark diskutierend animiert, beiseite zu fahren 🤣
  • unsere Fahrt geht weiter bis zum Cap de Barbaría, wo ein kleiner weißer Leuchtturm errichtet ist, rechts daneben der Torre (ein alter Turm aus Sandstein, den wir immer von unserem Strand beim Hotel sehen)
  • nach kurzer Fotopause drehen wir und fahren nun bei Gegenwind: hoher Wellengang, leichte Kopfschmerzen, dazu brennt die Sonne vom Himmel 🥵
  • es ist schon 13:30 Uhr, als wir den ersten Badestopp im Meer einlegen bei Cala Saona: Wasser angenehm erfrischend, aber wellig und salzig (wir sind nicht das einzige Boot mit Schwimmenden)
  • anschließend werden im Unterdeck leckere Speisen serviert: Pizza, Tapas, Melonen

Samstag, 23. August

  • so allmählich geht der Sommerurlaub 2025 seinem Ende entgegen
  • nach dem Frühstück allein zum Strand spaziert und mit den Füßen durchs Wasser geschlendert, dabei über meine berufliche Zukunft nachgedacht (jetzt ist Zeit dafür und das Ambiente am Traumstrand ist ideal)
  • erste Sachen zusammen gepackt, Check-In für morgen, ausgeruht im Hotelzimmer (die Hitze hat nochmal ordentlich zugelegt); später die übrigen Lebensmittel verspeist
  • nachmittags zum Platja de Migjorn, zum letzten Mal geschnorchelt und gebadet, das Meer war immer noch aufgewühlt, aber nicht mehr so stürmisch wie vor zwei Tagen
  • abends Lunchpakete abgeholt (sehr reichhaltig mit Saft, Wasser, Äpfeln, Sandwiches und Snacks), dann zum Abendessen gegangen: Sehr lange gesucht, weil am Samstagabend sowohl das 190 als auch das Kiosko Ca Marí komplett ausgebucht waren – so ging es zum dritten Mal für diesen Urlaub zum Restaurant South Beach
  • die Augen waren größer als der Magen, aber der Cheesecake aus regionaler Milch hat sich echt gelohnt
  • auf dem Heimweg zum Hostal die letzten Eindrücke gesammelt – am Sonntag geht’s morgens zur Fähre und dann zurück nach Deutschland

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