Kurz nachdem das Jahr 2022 anbrach, stellte ich mir die Frage, wo ich im Frühjahr ein paar Tage Urlaub machen könnte. Mir schwebte ein außergewöhnliches, unkonventionelles Erlebnis vor, das mich aus den trüben Wintergedanken reißen würde. Letztlich verwarf ich viele Ideen, weil ich keine teure Flugreise machen und lieber in der Nähe meiner Heimatstadt Dresden bleiben wollte. Auch wenn dort keine dreißig Grad im Schatten herrschen würden 😉

In Gedanken wanderte ich von der Sächsischen Schweiz bis in den Harz und stolperte schließlich über eine Erinnerung aus Kindheitstagen: Auf dem Brocken, dem höchsten Berg in Norddeutschland, gibt es nämlich ein Hotel! In meinen Online-Recherchen erfuhr ich, dass man dort als Tourist übernachten kann und dass sich ein Restaurant im selben Gebäude befindet.

So buchte ich vier Übernachtungen in einem kleinen Zimmer im dritten Stock, mit grandiosem Ausblick über die Landschaften von Sachsen-Anhalt. Die Fenster ließen sich übrigens nicht öffnen, um nicht bei Sturm beschädigt zu werden. Zwar wurde dieser Urlaub kein Trip ins Warme, wie ursprünglich geplant. Dafür hatte ich großes Glück mit dem Wetter, denn es war nur selten neblig und ich konnte abwechselnd die Natur genießen, das Plateau erkunden und die Ausstellungen über den Harz und die ehemalige DDR-Zeit betrachten.
Aargh! Dieser Weg war übelst steil und matschig. Auch wenn er relativ harmlos auf diesem Foto aussieht. Mit meinem schweren Rollkoffer hat das keinen Spaß gemacht…
Nach einer gemütlichen Fahrt mit der Brockenbahn betrat ich kurz vor Sonnenuntergang das Brocken-Plateau. Im Hintergrund sieht man (von links nach rechts) das Brockenhaus, den großen Funkturm mit Sendemast und das Brockenhotel.

Klein, aber fein: Mein Zimmer im Brockenhotel (100€ pro Übernachtung inkl. Halbpension)
… mit kleinem Fernseher, Schrank, Sessel und Verdunkelungsvorhängen
So sah es kurz nach Sonnenuntergang aus…
… nur wenige Sekunden später zog dichter Nebel auf, der das gesamte Plateau in null Komma nichts einhüllte

 

Blick aus dem Fenster, vorbei an der Funkantenne
Morgens um halb neun war noch nichts los
Für Brocken-Verhältnisse herrschte beinahe Hitze 😅
Die alte Wetterstation wurde inzwischen auf automatisierten Betrieb umgestellt
Ab etwa 1.100 Metern gibt es eine natürliche Baumgrenze.

Seit dem 3. Dezember 1989 darf der Brocken wieder von Zivilisten betreten werden
Brocken-Benno wanderte fast täglich auf den höchsten Berg im Harz. Leider traf ich ihn während meines viertägigen Urlaubs nicht und er verstarb neun Monate später.

 

Zeit für ein paar Selfies an verschiedenen Orten

Wanderweg nach Schierke
Hotelzimmer
Vor dem Brockenhotel
Am Kamin war es abends gemütlich 😊
Vollmond mit Wolke davor

Mein Tag im Brocken-Museum

… trifft auf moderne Filmtechnik 😅
Ein Stück Natur im Warmen nachgebaut
Miez! 🐯
Geräuschkulissen gab es auch
In der Cafeteria Hexenflug im Nationalpark-Museum…
… sowie im Restaurant ließ es sich gut schlemmen.

Einmal wurde es nasskalt

Die Brockenbahn war im Nebel kaum zu entdecken
Keine Touristen weit und breit
Wer mag der Herr wohl…
… von diesem Häuschen sein?
Auch Goethe hatte schon schlechtes Wetter auf dem Brocken erlebt
Es hat wohl ein bisschen geschneit die letzten Tage 😉

Und dann kam die Sonne wieder ☀️

 

Was gibt’s denn dort? Gleich mal gucken.
Ach so, nur Schneeschieber…
… sowie einen merkwürdig beschrifteten Kasten 🧐

Noch ein bisschen Natur-Idylle

…und schließlich ging es fünf Tage später wieder mit der Brockenbahn bergab und über Wernigerode und Magdeburg zurück in die Heimat.

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